Materialkunde: Granit

Bei Granit handelt es sich um das weitaus häufigste und technisch wichtigste Tiefengestein.
Er weist eine enorme Vielfalt auf hinsichtlich Farbe, Struktur und Zusammensetzung. In erster Linie bestimmen Feldspäte, Quarz und Glimmer sein Aussehen.

Bei dem Granit handelt es sich um das Material der Stunde. Vorbei ist die Zeit, da sich nur wenige Bauherren Granit leisten wollten. Durch Verbesserung der Abbau- und Produktionsmethoden sowie weltweitem Wettbewerb ist der Granit in bezahlbare Dimensionen vorgerückt und erfreut sich heute sowohl bei Großobjekten als auch beim Privatbau zunehmender Beliebtheit.

Die Vorteile dieses Hartgesteins liegen auf der Hand:

  • Eignung für fast jeden Verwendungszweck innen und außen
  • hohe Abriebfestigkeit (unter 10 ccm/50 cm2).
    Zum Vergleich: bei der Betonwerksteinproduktion beginnt Härteklasse I bei einem Verschleiß
    <= 15 ccm/50 cm2
  • Bodenbeläge mit 15 mm Materialstärke können im Dünn-, Mittel- oder Dickbett verlegt werden
  • die Farbenvielfalt von Granit und granitähnlichem Gestein wird fast jedem Geschmack gerecht
  • die bei Weichgesteinen erforderliche ständige Pflege ist entbehrlich


Besondere Merkmale: gleichmäßige richtungslose Textur
Farbstabilität: Naturbedingte Farb- und Strukturschwankungen sind möglich
Härteklasse: 5-7 nach der Böhmschen Scheibe
Rutschfestigkeit: Rutschfestigkeitsklasse R 9 bei Schliff K.220 bei 70% aller Materialien
Eignung: für stärkste Beanspruchung innen und außen
Verlegung: alle Werkteile werden vollflächig verlegt


Grundsätzlich gilt: der Farb-Grundton kann sich von Block zu Block ändern!

Die größte Farbstabilität ist zu erreichen, wenn Produkte zur Ausführung kommen, die aus nur einem Naturblock stammen. So zu produzieren, ist jedoch nur bei kleineren Aufträgen möglich, wobei zu berücksichtigen ist, dass für verschiedene Produkte (Treppenstufen, Bodenplatten, Wandfliesen) verschiedene Rohblöcke genommen werden.